Fünf Tage Sixdays

Trotz DNF ein unbeschreibliches Läufererlebnis

Meine Vorbereitung auf die Riesenbecker Sixdays verliefen alles andere als optimal und ich habe lange gezweifelt, ob ich überhaupt starten kann.

Aber ich entschloss ich mich dennoch an den Start zu gehen. Natürlich konnte ich bei meiner vierten Teilnahme nicht an 6 Tage über 125 km durchballern. Ich wollte erst einmal Samstag und Sonntag locker laufen und dann je nach Befinden von Tag zu Tag weiter planen. Im Zweifel würde ich einfach mal einen Tag pausieren, wobei im Hinterkopf natürlich immer der Wunsch steht, anzukommen und das begehrte Finishershirt zu erhalten. Antreten um zu Überleben war das Motto.

Die Veranstaltung ist einfach der Hammer. Wir waren eine Gruppe von 13 Läufern aus dem Active- Lauftreff und diese wunderschönen Laufstrecken gepaart mit freundlicher und kameradschaftlicher Atmosphäre unter den Läufern(innen), unterstützt von engagierten Helfern und getragen von der Anfeuerung zahlreicher Zuschauer am Wegesrand und in den Zielbereichen machen die Sixdays zu einem riesigen Läuferfest und zu einem unbeschreiblichen Erlebnis.

Bei mir lief es von Tag zu Tag besser. Ich lief vorsichtig an, konnte es anschließend locker laufen lassen und kam am Ende jeder Etappe müde aber nicht total platt ins Ziel. So bot sich mir die Gelegenheit diese tolle Veranstaltung richtig zu genießen.

Als wir am Ibbenbürener Aasee am Ende der 5. Etappe durch das Spalier der Menschenmenge ins Ziel liefen, war ich richtig gut drauf und total geflasht. Ich war sicher, dass mich nichts mehr auf meinem Weg nach Riesenbeck aufhalten kann.

Doch es kam anders. Am Morgen der letzten Etappe, beim Umdrehen im Bett zog ich mir einen üblen Hexenschuss zu. Selbst nach einem Besuch beim Arzt wollten die Schmerzen nicht abklingen und an Laufen war nicht zu denken.

DNF, der finale Zieleinlauf fand ohne mich statt. Sch……..

Trotzdem hat sich meine Teilnahme gelohnt. Wir waren eine geile Truppe, hatten mächtig Spaß und es war wiedermal das unglaubliche Sixdayserlebnis. Ich komme wieder und hoffe, viele Borgloher mit mir.

 

Hans-Bernd